Hämorrhoiden – Beschwerden und Schmerzen, die nicht zum Alltag gehören

Hämorrhoiden gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Enddarms. Schätzungen zufolge sind mehr als die Hälfte der Erwachsenen im Laufe des Lebens betroffen. Dennoch schieben viele Menschen den Arztbesuch aus Angst oder Scham auf. Das führt oft zu einer Verschlechterung des Zustands, stärkeren Schmerzen und aufwendigerer Behandlung.
Die gute Nachricht: Die moderne Medizin bietet mehrere wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Je früher das Problem diagnostiziert wird, desto einfacher und schonender kann die Lösung sein.
Was sind Hämorrhoiden?
Hämorrhoiden sind Gefäßpolster im Bereich des Enddarms. Unter normalen Umständen unterstützen sie die Stuhlkontinenz und sind ein natürlicher Teil des menschlichen Körpers.
Von einer Erkrankung sprechen wir, wenn sich diese Gefäße vergrößern, entzünden oder zu bluten beginnen. Dadurch entstehen unangenehme Beschwerden, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen können.
Interne Hämorrhoiden befinden sich im Inneren des Enddarms. Anfangs sind sie meist schmerzlos; häufigstes Symptom ist Blutung beim Stuhlgang. In fortgeschrittenen Stadien können sie aus dem Enddarm austreten.
Externe Hämorrhoiden entstehen im Analbereich. Sie verursachen oft Schmerzen, Juckreiz, Schwellung oder einen schmerzhaften Knoten. Bei einer Thrombose kann die Schmerzintensität sehr hoch sein.
Welche Symptome haben Hämorrhoiden?
Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Blut auf dem Toilettenpapier
- hellrote Blutung beim Stuhlgang
- Analjuckreiz
- Brennen
- Schmerzen beim Sitzen
- Schmerzen beim Stuhlgang
- Gefühl eines Fremdkörpers
- Feuchtigkeit im Analbereich
- Hämorrhoidenvorfall
- Schwellung oder schmerzhafter Knoten
Wiederholte Blutungen sollten niemals unterschätzt werden. Die Ursache sind nicht immer nur Hämorrhoiden, sondern können auch andere Erkrankungen des Verdauungstrakts sein.
Warum entstehen Hämorrhoiden?
An der Entstehung sind mehrere Faktoren beteiligt. Am häufigsten sind:
- chronische Verstopfung
- starkes Pressen beim Stuhlgang
- sitzende Tätigkeit
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Schwangerschaft
- Geburt
- langes Sitzen auf der Toilette
- zu wenig Ballaststoffe
- zu geringe Flüssigkeitszufuhr
- genetische Veranlagung
Das Risiko steigt auch mit zunehmendem Alter.
Stadien der Hämorrhoiden
Ärzte unterscheiden vier Stadien der Erkrankung.
- Hämorrhoiden treten nicht aus dem Enddarm hervor. Hauptsymptom ist Blutung.
- Sie treten beim Stuhlgang hervor und gehen von selbst zurück.
- Nach dem Stuhlgang müssen sie manuell zurückgeschoben werden.
- Hämorrhoiden bleiben dauerhaft außerhalb des Enddarms und verursachen oft deutliche Schmerzen.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Viele Patienten haben unnötige Sorgen vor der Untersuchung. Sie ist meist kurz, schonend und dauert in den meisten Fällen nur wenige Minuten. Der Arzt erfragt zunächst den Verlauf der Beschwerden, untersucht dann den Analbereich und ergänzt bei Bedarf eine rektoskopische Untersuchung oder proktologische Beurteilung.
Ziel ist die Bestätigung der Diagnose und der Ausschluss anderer Erkrankungen.
Behandlung von Hämorrhoiden
Die Behandlung hängt vom Ausmaß der Erkrankung ab.
Konservative Behandlung – in frühen Stadien können Ernährungsumstellung, mehr Ballaststoffe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige Bewegung, Salben, Zäpfchen, Sitzbäder und Venotonika nach ärztlicher Empfehlung helfen.
Ambulante Behandlung – reicht die konservative Therapie nicht aus, stehen moderne ambulante Verfahren zur Verfügung, wie Gummibandligatur, Sklerosierung, Infrarotkoagulation und weitere minimalinvasive Eingriffe. Vorteile sind kurze Dauer, geringe Schmerzhaftigkeit und schnelle Rückkehr in den Alltag.
Chirurgische Behandlung – bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden kann ein operativer Eingriff die beste Lösung sein. Moderne Operationstechniken, einschließlich der Laser-Hämorrhoidenoperation, verkürzen die Rekonvaleszenz deutlich und erhöhen den Komfort der Patienten.
Lassen sich Hämorrhoiden vorbeugen?
Ja. Vorbeugung ist einfacher als die Behandlung selbst. Empfohlen wird:
- ausreichend Ballaststoffe zu sich nehmen
- täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu trinken
- regelmäßig Sport zu treiben
- den Stuhldrang nicht aufzuschieben
- nicht lange auf der Toilette zu sitzen
- ein gesundes Körpergewicht zu halten
- langes Sitzen zu begrenzen
Wann sollte man zum Arzt?
Vereinbaren Sie eine fachärztliche Untersuchung, wenn:
- die Blutung anhält
- die Schmerzen zunehmen
- ein schmerzhafter Knoten auftritt
- Hämorrhoiden wiederholt auftreten
- die häusliche Behandlung nicht hilft
- Sie über 45 Jahre alt sind und rektale Blutung auftritt
Eine frühzeitige Diagnose kann auch andere Erkrankungen des Dickdarms erkennen.
Warum lohnt sich eine frühzeitige Behandlung?
Das Aufschieben der Behandlung führt oft zu stärkeren Schmerzen, wiederholten Entzündungen, häufigerer Blutung, Komplikationen und der Notwendigkeit einer Operation. Bei frühem Eingreifen ist die Behandlung meist einfacher, schneller und weniger invasiv.
Vereinbaren Sie eine fachärztliche Untersuchung
Wenn Sie unter Hämorrhoiden leiden oder Blutung, Schmerzen oder unangenehme Empfindungen beim Stuhlgang bemerken, warten Sie nicht, bis sich die Beschwerden verschlimmern. Eine fachärztliche proktologische Untersuchung hilft, die Ursache Ihrer Beschwerden zu klären und die passende Behandlung vorzuschlagen. Ziel ist Linderung, Beseitigung unangenehmer Symptome und die Rückkehr zu einem guten Lebensgefühl. Buchen Sie einen Termin für eine Beratung in der Poliklinik Chirkoz Bratislava.
Häufig gestellte Fragen
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